Aimee und Luisa

Im Jahr 2004 adoptierte ich die Cockerspaniel Aimee und Luisa. Ursprünglich kamen die beiden Hündinnen aus Ungarn und wurden von zwei Tierschützerinnen in sehr schlechtem gesundheitlichen Zustand aus einer Tötungsstation geholt. Bei der Entscheidung für die beiden Englischen Cocker war mir bewusst, dass es Jagdhunde sind aber nicht, dass ich zwei „verhaltenskreative Vollblut-Jägerinnen“ adoptiere.

Mit im Gepäck hatten sie eine bunte Mischung an Eigenarten: Leinenpöbelei, unbändige Jagdlust, eine Super-Spürnase für alles Fressbare draußen, Trennungsangst, schlechtes Sozialverhalten mit anderen Hunden, Resourcenverteidigung und vieles mehr. Die Probleme waren mehr oder minder ausgeprägt und schnell war klar: Wir brauchen einen Profi der uns hilft. Eine kompetente Hundeschule begleitete uns viele Jahre und dank viel Training und Geduld wurde aus den beiden „Rambazambas“ ein wunderbares Duo.

Viele Jahre hatten unsere „Mäuse“, wie wir sie liebevoll nannten, ihre kleinen Eigenarten und Macken. Aber das macht eben charakterstarke Hunde aus – und das waren sie. Wir haben viel erreicht, weit mehr als ich je zu hoffen gewagt hatte. Sie gingen nach einigen Jahren ohne Leine spazieren und waren bis ins hohe Alter trainingsbegeistert. Die beiden waren meine besten Lehrmeister und haben mir täglich bewiesen, dass Lernen nie aufhört. Die Arbeit mit meinen Cockern hat mir viel Spaß gemacht und ich durfte bis ins hohe Hundealter immer wieder neue Facetten an ihnen entdecken!

Luisa war ein Vollblut-Jagdhund (2000 – 2018)

Geschichte: Luisa kam im Alter von ca. 5 Jahren zu uns. Im Haus fiel unsere „Lisi“ kaum auf, doch draußen konnte sie sich für alles begeistern was mit Bewegung zu tun hatte. Wir haben jahrelang Agility gemacht, in die Dummyarbeit hinein geschnuppert und auch Longiertraining machte ihr viel Spaß. Luisa war sehr gesprächig und wenn sie sich freute, wackelte der ganze Hund. Bei Spaziergängen war sie der typische Cockerspaniel mit klarem Auftrag: Vorweg laufen und alle Sinne auf Jagdhund-Modus schalten. Sie entwickelte sich vom „Hühnerdieb“ zum Hühnerfreund und brachte uns jeden Tag zum Lachen mit ihrer unwiderstehlich „albernen“ Art.

Ihre Hobbys waren: Rennen, Bällchen spielen, Stöckchen zerkauen, im Körbchen schrubbeln und dabei wilde Geräusche machen, Futterdummys suchen und Agility.

Aimee war ein Gute-Laune-Schmuse-Hund (2000 – 2016)

Geschichte: Aimee kam im Alter von ca. 5 Jahren zu uns. Leider litt Aimee an Grauem Star und war bereits fast blind als wir sie adoptierten. Sie meisterte ihren Alltag mit bewundernswerter Dauer-Fröhlichkeit, auch wenn sie im fortgeschrittenen Alter mehr und mehr gesundheitliche Probleme entwickelte. Aimee hat trotz ihrer Behinderung viele Tricks gelernt und machte mit viel Begeisterung Doggi-Fit und Nasenarbeit. Aimee hat unser Leben viele Jahre sehr bereichert und hat mit ihrer liebenswerten Samtschnute jedes Herz im Sturm erobert.

Ihre Hobbys waren: professioneller „Sockenklau“, nach Mäuschen buddeln, etwas herumtragen und dabei hochwichtig in allen Stimmlagen knurren und brummen, schwimmen und kuscheln.

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